63 Sportlerinnen und Sportler lieferten sich ein spannendes Rennen

Hochstehendes Zeitfahren in der Linthebene

Nach einer wechselhaften Woche zeigte sich das Wetter pünktlich zum Start am vergangenen Freitagabend von seiner besten Seite: trocken, angenehme Temperaturen und kaum Wind – ideale Bedingungen für die Teilnehmenden und die zahlreichen Zuschauer. Seit 2022 wird das Zeitfahren auf derselben Strecke mit Start und Ziel beim Ludihof in der Linthebene durchgeführt. Gefahren werden zwei Runden auf einer flachen, perfekt geeigneten Zeitfahrstrecke über insgesamt 18 Kilometer – ein Kurs, der hohe Geschwindigkeiten ermöglicht. Die Teilnehmenden reisten erneut aus nah und fern an, darunter auch zehn Fahrerinnen und Fahrer des organisierenden Veloclubs Reichenburg. Die Spannweite der Alterskategorien war beachtlich: Der älteste Teilnehmer, eigens aus Luxemburg angereist, beeindruckte mit seinen 85 Jahren, während der jüngste Starter gerade einmal 12 Jahre alt war – über 70 Jahre Altersunterschied. Die Streckenrekorde blieben in diesem Jahr unangetastet, weshalb die Prämie für einen neuen Rekord im kommenden Jahr verdoppelt wird – ein zusätzlicher Anreiz für die nächste Austragung.

Die Schnellsten
Bei den Damen standen Kinga Bazar, Susanne Zellweger und Silvia Forrer auf dem Podest. In der Herren-Kategorie siegte Peter Föhn vor dem unverwüstlichen Lokalmatador Giusi Atzeni und Christian Egelmair. Auch im Clubrennen wurde um jeden Platz gekämpft: Clubmeister wurde Lucas Vonlanthen, gefolgt von Christian Schumacher und André Zumbühl. Bei den Damen sicherte sich Susanne Zellweger bereits zum vierten Mal den Sieg vor Agnes Kistler und Celestina Mettler. Beeindruckend war einmal mehr das Material: Hochmoderne Zeitfahr- und Rennvelos dominierten das Feld – einige davon mit Preisen im deutlich fünfstelligen Bereich. Der Anlass verlief insgesamt sehr ruhig und sicher. Die meisten Automobilisten und landwirtschaftlichen Fahrer verhielten sich äusserst rücksichtsvoll und geduldig. Ein einzelner Vorfall trübte jedoch das Bild: Eine Fahrerin wurde durch ein blockierendes Fahrzeug behindert und verpasste dadurch einen Podestplatz. Umso mehr zeigt sich: Gegenseitige Rücksichtnahme ist entscheidend – gemeinsam funktioniert es am besten.

Dank und Ausblick
Ein grosser Dank gilt allen Helferinnen und Helfern des Veloclubs, der Zeitmessung, den Verkehrskadetten, der Sanität, sämtlichen Landbesitzern sowie den Sponsoren. Besonders hervorzuheben ist die Familie Schuler vom Ludihof, die einmal mehr eine ausserordentliche Gastfreundschaft zeigten. Bereits jetzt lohnt sich der Blick nach vorne: Das Bergrennen auf die Kistler Alp findet am Sonntag, 6. September 2026 statt. Gestartet werden kann mit dem Mountainbike, Gravelbike, E-Bike oder sogar auf Rollski. Weitere Informationen sind auf der Website des Veloclubs Reichenburg verfügbar.